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Hypothese zum Vermisstenfall Schulze


Die Hypothese speziell zum Tathergang ist relativ einfach gedacht. Aus unserer Sicht ist diese (in Kurzform beschriebene) Tathergangsvariante die einfachste, risikoärmste und damit sicherste und beste Option, die Marco Schulze für seine Tatplanung gewählt haben könnte, um seine Frau und seine Tochter zu töten und für immer verschwinden zu lassen.


Tatbestand: Tötungsdelikt, nähere De­fi­ni­ti­on --> Mord

Opfer: Sylvia und Miriam Schulze

Täter: Marco Schulze

Tatort: Wohnhaus der Familie Schulze

Leichenablageort: Gemeinde Drage, genauere Definition --> Feldmark

Tatmotiv: SMBVSB, bevorstehende Trennung von Ehefrau und Kind

Tathergang: 22.07.2015, ca. 9:50 Uhr: Marco Schulze verlässt das Wohnhaus, steigt in seinen Opel Astra und fährt zu einem ihm gut bekannten, bebauten Grundstück nebst einem anliegenden, extrem unter Naturschutz stehenden (Sumpf-) Gebiet in Drage.

22.07.2015, ca. 10:00 Uhr: M.S. hat den o.g. Zielort erreicht und parkt seinen Wagen hinter einer kaum benutzten Scheune auf einer Grünfläche (der Wagen ist somit von der Straße aus nicht zu sehen).

22.07.2015, ca. 10:03 Uhr: M.S. holt (in einem Müllsack verpackte) Schaufel und/oder Spaten aus seinem Kofferraum, geht zu der für die Leichenablage von ihm vorher auserkorenen Stelle und fängt dort an ein Erdloch auszuheben.

22.07.2015, ca. 11:15 Uhr: M.S. hat das Erdloch fertig ausgehoben. Abdecken/Tarnen braucht er es nicht, weil sich die Stelle in dem einsamsten/verlassensten, von Menschen nahezu nie frequentierten Gebiet der ganzen Gegend befindet (Betreten strengstens verboten!).

22.07.2015, ca. 11:18 Uhr: M.S. geht wieder zu seinem Wagen, verpackt Schaufel und/oder Spaten erneut in dem Müllsack, verstaut sie im Kofferraum und verlässt das Grundstück/Gebiet.

22.07.2015, ca. 11:28 Uhr: M.S. trifft wieder zu Hause ein und geht ins Wohnhaus.

22.07.2015, ca. 14:20 Uhr: M.S. und Miriam Schulze verlassen das Wohnhaus und fahren mit M.S'. Opel Astra zu dem ihnen gut bekannten, bebauten Grundstück nebst einem anliegenden, extrem unter Naturschutz stehenden (Sumpf-) Gebiet in Drage.

22.07.2015, ca. 14:30 Uhr: M.S. und Mi.S. treffen an dem o.g. Zielort ein.
Mi.S. geht dort (wie immer) eine Stunde lang ihrem geliebten Hobby nach.
M.S. geht dort währenddessen (wie immer) eine Stunde lang in der Umgebung spazieren.

22.07.2015, ca. 15:30 Uhr: M.S. und Mi.S. verabschieden sich von der Hofbesitzerin und verlassen das (ab 18:00 Uhr leer stehende/unbewohnte) Grundstück.

22.07.2015, ca. 15:40 Uhr: M.S. und Mi.S. treffen wieder zu Hause ein und gehen ins Wohnhaus.

22.07.2015, ca. 16:50 Uhr: Sylvia Schulze trifft zu Hause ein und geht ins Wohnhaus.

22.07.2015, ca. 18:05 Uhr, Wohnhaus Schulze:
M.S. verabreicht S.S. und Mi.S. unbemerkt K.-o.-Tropfen (evtl. auch Schlaftabletten o. ä.).

22.07.2015, ca. 18:15 Uhr, Wohnhaus Schulze:
M.S. entsorgt den Restbestand der K.-o.-Tropfen (oder Schlaftabletten etc.) in die Restmülltonne, stellt diese anschließend raus (an die Straße) und hält noch einen kurzen Smalltalk mit einem Nachbarn.

22.07.2015, ca. 20:45 Uhr, Wohnhaus Schulze:
M.S. entsorgt die von ihm für die Verabreichung der K.-o.-Tropfen benutzten Gläser/Becher in die Restmülltonne. Alternativ kann er sie auch in der Spüle gründlich gereinigt und anschließend wieder in den Küchenschrank zurückgestellt haben.

22.07.2015, ca. 21:00 Uhr, Wohnhaus Schulze:
M.S. erstickt die nun (schon seit einer Weile) betäubten S.S. und Mi.S. nacheinander mit einem Kissen (zuerst die Frau, dann das Kind).

22.07.2015, ca. 21:10 Uhr, Wohnhaus Schulze:
M.S. verpackt die Leichen, das Tatwerkzeug (Kissen) und alle aktuellen Handys in dunkle Plastiksäcke oder - falls vorhanden - Schlafsäcke. In den Sack mit Mi.S.' Leiche packt er noch zusätzlich - als Grabbeilage - ihr Lieblingskuscheltier (Plüschtier) hinein.

22.07.2015, ca. 21:45 Uhr, Wohnhaus Schulze -> hinterer Bereich -> schmaler Weg -> Stellplatz -> PKW:
M.S. trägt die Plastiksäcke (oder Schlafsäcke) von der Balkontür aus über den schmalen Weg, der sich zwischen Wohnhaus und Geräteschuppen befindet, zu seinem auf dem Stellplatz rückwärts eingeparkten Opel Astra und verfrachtet sie in den Kofferraum, in dem sich nach wie vor auch Spaten und/oder Schaufel befinden.

22.07.2015, ca. 22:00 Uhr, PKW -> unterwegs -> bekannte Fahrtstrecke:
M.S. steigt leise in den Opel Astra und fährt los (die ersten 100 Meter ohne Licht) zum o.g. Zielort.

22.07.2015, ca. 22:10 Uhr, PKW -> Zielort:
M.S. hat den Zielort erreicht und parkt wieder hinter der besagten Scheune. Er verbringt die beiden Plastiksäcke (oder Schlafsäcke) zu dem von ihm zuvor ausgehobenen Erdloch, legt sie hinein und schaufelt das Erdloch wieder zu. Abschließend legt/streut er Laub, kleinere Äste etc. auf die nun wieder ebene Vergrabungsstelle.

22.07.2015, ca. 23:00 Uhr, Zielort -> PKW -> bekannte Fahrtstrecke:
M.S. verlässt die Vergrabungsstelle, geht wieder zu seinem Wagen, verpackt Schaufel und/oder Spaten erneut in dem Müllsack, verstaut sie im Kofferraum, verlässt das Grundstück/Gebiet und fährt los zu seinem Wohnhaus in der Hein-Block-Straße.

22.07.2015, ca. 23:10 Uhr, PKW -> Stellplatz -> schmaler Weg -> hinterer Bereich -> Wohnhaus Schulze:
M.S. trifft wieder zu Hause ein. Er parkt seinen Wagen wieder rückwärts auf dem Stellplatz, nimmt Schaufel und/oder Spaten aus dem Kofferraum, geht wiederum über den schmalen Weg, der sich zwischen Wohnhaus und Geräteschuppen befindet, zur Hinterseite seines Hauses und betritt dieses durch die zuvor nur angelehnte Balkontür.

22.07.2015, ca. 23:15 Uhr, Wohnhaus Schulze:
M.S. reinigt Schaufel und/oder Spaten gründlich in der Badewanne (oder Dusche) und stellt sie anschließend wieder zurück in den Geräteschuppen. Alternativ könnte er Schaufel und/oder Spaten auch schon im Zuge der Leichenentsorgung in einem der vielen Mini-Teiche, die ganz in der Nähe der Vergrabungsstelle liegen, geworfen haben.
Den Müllsack, in dem Schaufel und/oder Spaten verpackt waren, schmeißt er in die Restmülltonne (Abholung von der Müllabfuhr am nächsten Tag).

22.07.2015, ca. 23:40 Uhr, Wohnhaus Schulze:
M.S. macht eine kleine Pause, trinkt währenddessen ein paar Schnäpse und bereitet sich auf seinen bevorstehenden Suizid vor.

23.07.2015, ca. 00:15 Uhr, Wohnhaus -> Fahrrad -> Lauenburg (Elbbrücke):
M.S. verlässt das Wohnhaus und fährt mit dem Fahrrad seiner Frau zur Elbbrücke in Lauenburg ...

Motive für das spurlose Verschwindenlassen der Leichen und sich selbst: Verdecken einer anderen Straftat, Vortäuschen eines eher harmlosen Sachverhalts (damit später niemand sicher behaupten kann, die Familie sei einem Verbrechen zum Opfer gefallen), Wahrung seines guten Rufs und seiner Ehre gegenüber seinen Angehörigen und der Öffentlichkeit, Schamgefühle u. Ä.

Nicht tatrelevante Spuren: Seppenser Mühlenteich, grünes Herrenfahrrad, Handys der Opfer (nicht auffindbar, Funkzellenüberprüfung ergab keine brauchbaren Spuren)

ANMERKUNG: Bei den in grüner Schriftfarbe angegebenen Zeiten und Sachverhalten handelt es sich um glasklare Fakten, die wir in die Hypothese mit eingebaut haben, weil sie ein wichtiger Bestandteil derer sind.

 

Via Privatermittler-Team ermittelte Spuren

Vier Spuren - gesichert durch fünf seriöse, glaubwürdige Zeugen (davon drei Sichtungszeugen), die allesamt die Familie Schulze relativ gut kannten.


Hypothese: © PET/Iven